Freitag, 24. November 2017

Liebe...


Liebe, dieses Wort mit dem magischen Klang löst in uns allen etwas aus. Das ist auch normal, weil es ein Gefühl ist, welches wir alle in unserem Leben kennenlernen. Es beginnt schon mit unserer Geburt. Meistens sind wir Menschen aus einer Liebe zwischen zwei Menschen -zumindestens in diesem einen Zeitpunkt- entstanden. Während unseres Lebens werden wir von einigen Personen geliebt werden, seien es Personen aus der eigenen Familie, dem Freundeskreis oder Geliebte.
Die Liebe zu der Familie und den Freunden ist eine so schöne und große Liebe, weil man sie auf mehrere Personen aufteilen und zurück erlangen kann. Dieses Gefühl Menschen zu haben, die immer für einen da sind und bei denen man man selbst seien kann ist unbezahlbar.

Doch irgendwann kommt im Leben der Zeitpunkt, in dem man sich eine Liebe nur von einer bestimmten Person wünscht. Einfach weil man diese eine Person faszinierend findet und sich von ihr angezogen fühlt. Dieses Gefühl möchte man natürlich zurück bekommen. Diese Liebe fühlt sich definitiv noch einmal anders an, als die Liebe zu Freunden. Wenn man eine Person liebt, möchte man mit ihr sehr lange zusammenbleiben, wohingegen sich einige Freundschaften oft mal nach einer gewissen Zeit auflösen. Außerdem hat man ein ständiges Glücksgefühl, wenn man sich mit dieser einen Person umgibt. Natürlich kann man alleine oder mit Freunden auch sehr glücklich sein, jedoch macht alles mit dieser einen Person viel mehr Spaß, egal ob große oder kleine Sachen. Selbst banale Handlungen wie Zähne putzen oder essen sind zu zweit doppelt so schön, wie alleine.
Liebe ist ein unbeschreibliches Gefühl, welches man aber mit ein paar Wörtern versuchen zu umschreiben kann. Zuallererst ist dieses Gefühl sehr intensiv. Wenn man aus vollem Herzen liebt, kann einen Liebe krank und unkontrollierbar machen. Das bedeutet, dass es sehr schwer ist seine Gefühle zu steuern, was eh nicht einfach ist. Meiner Meinung nach ist Liebe wie eine Droge: Sie kann dich sehr glücklich machen, dich aber auch zerstören, sobald du dich von ihr abhängig machst, was automatisch passiert, wenn einem jemand viel bedeutet. Jedoch sollte jeder diese „Droge“ mal probiert haben, weil sie ein unglaubliches Gefühl in einem auslöst. Am Anfang ist die Liebe am schönsten. Sie ist nämlich frisch, aufregend und macht sehr süchtig. Am liebsten würde man fast jede Sekunde bei seinem Geliebten verbringen und genießt die Zeit, die man mit dieser Person hat sehr. Zudem ist es wunderschön, wenn einem die Person das Gefühl gibt, etwas sehr Wertvolles zu sein. Dadurch fühlt man sich gebraucht und geschätzt und wer will dieses Gefühl bitte nicht haben?
Darüber hinaus kann man bei der anderen Person sowohl stark, als auch schwach sein. Stark fühlt man sich, wenn man von der anderen Person in allen Lebenslagen unterstützt wird und die andere Person nicht nur die guten Seiten an einem liebt. Die Akzeptanz von schwachen bzw. schlechten Seiten ist sehr wichtig, da kein Mensch perfekt ist, aber trotzdem aufgrund seiner gesamten Persönlichkeit geliebt und wertgeschätzt werden möchte. Durch die Öffnung der eigenen Emotionalität entsteht ein Vertrauen zwischen zwei Personen, was sehr wichtig ist, um eine Beziehung aufrecht zu erhalten. Außerdem zeigt man mit seinen Gefühlen, dass man verletzlich ist und der anderen Person seine Schwächen anvertraut. Dadurch gibt man der anderen Person das Recht einen zu verletzen, weil man sich auf einer gewissen Art und Weise verwundbar macht. Wie sehr man das nach außen trägt, entscheidet man am Ende aber selbst.
Liebe gibt dem Leben auch einen Sinn. Oftmals fragen wir uns nämlich, was der Sinn des Lebens ist und erhalten darauf keine befriedigende Antwort. Liebe ist aber auf jeden Fall eine sinnvolle Antwort, da man gebraucht wird, wenn man jemanden liebt. Die andere Person braucht einen und man braucht die andere Person. Das ist ein sehr bedeutsamer Grund zum Leben, welchen man leider manchmal erst zu spät begreift, vielleicht wenn es schon zu spät ist.
So viele Menschen machen unser Leben einfach schöner und das nur durch ihre Art. Ich finde man sollte das wertschätzen, weil dies ein großes Geschenk ist, von dem man lange etwas haben kann, wenn man es richtig pflegt.
Natürlich ist keine Liebe perfekt, -wie es in den Liebesfilmen leider viel zu oft dargestellt wird- aber man kann immer an ihr arbeiten. Genauso wie man an sich selbst arbeiten kann, diese Selbstreflexion hilft einem manchmal weiter sich in eine andere, vielleicht in eine noch bessere Person zu verwandeln. Ebenfalls beweist die Fähigkeit jemand anderen zu lieben und sich um die Liebe zu kümmern, dass man ein Empathievermögen besitzt und kein Egoist ist. Viel zu oft denkt man nur an sich selbst und macht sich dadurch einige Beziehungen kaputt, aber wenn man etwas weniger an sich selbst und mehr an beide Partner denkt, wird man garantiert glücklicher werden.
Meiner Meinung nach lohnt es sich sich der Liebe mal hinzugeben, wenn ihr dieses Glück finden solltet, da es ein so intensives und schönes Gefühl ist und alleine die Erfahrungen euch im Leben weiterbringen werden.

Das waren meine eigenen Erfahrungen und Vorstellungen zur Liebe. Was ist Liebe für euch? In welchen Punkten stimmt ihr mit mir überein und in welchen überhaupt nicht? Lasst es mich bitte in den Kommentaren wissen :).

Mittwoch, 15. November 2017

Zu wenig Aufklärung in der Schule?

Ich bin nun seit einigen Monaten aus der Schule raus und mir fällt langsam immer mehr auf, dass in der Schule Themen, die notwenig sind, um im Leben zurechtzukommen, leider überhaupt nicht behandelt werden. Wenn man nämlich anfängt zu arbeiten, macht man sich Gedanken über die Beiträge, die an den Staat gehen, sprich Rentenabzüge, Sozial- und Krankenversicherungsabzüge oder die Steuern. Dazu werden in einigen Jahren garantiert auch Kosten für Miete, Strom, Wasser... entstehen, doch wer sagt einem wie man das alles regeln soll?
Die Schule jedenfalls nicht. Natürlich lernt man in der Schule viele sinnvolle Sachen, die auf jeden Fall zur Allgemeinbildung beitragen. Nur was bringt das einem viel im Leben? Ich möchte auf keinen Fall abstreiten, dass eine gute Allgemeinbildung wichtig ist, jedoch finde ich viele Themen in der Schule einfach unnötig, da man sie für sein Leben oft nicht mehr gebrauchen wird. Das Traurige daran ist auch, dass man krampfhaft versucht dieses Wissen in sich aufzunehmen, obwohl es einen nicht interessiert und man weiß, dass man es später nicht mal gebrauchen wird. Diese Quälerei tut man sich dann an, um seinen Schulabschluss zu bekommen. Dabei frage ich mich, ob es wirklich sinnvoll ist, etwas zu lernen, was man kurz nach seiner Schulzeit möglicherweise schon vergessen hat und niemals gebrauchen wird?

Stattdessen sollte man möglicherweise Fächer wie kochen oder Arbeitslehre wieder einführen oder länger beibehalten, da dies für die Zukunft sehr hilfreich seien könnte. Ich bin zum Beispiel 19 Jahre alt und kann kaum etwas kochen und ich weiß, dass ich in dem Bereich nicht die Einzige bin. Mir wurde nie viel dazu beigebracht, weshalb ich es mir jetzt selbst beibringen muss. Natürlich trägt das auch zur Selbstständigkeit bei, aber trotzdem fände ich es sinnvoll, wenn man sich schon früher damit auseinandersetzt, einfach um sich später selbst versorgen zu können.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die politische Bildung. Auf der Oberstufe kann man Powi nach der 12. Klasse abwählen, obwohl dies ein Fach ist, welches z. B. über gesellschaftliche Zustände oder Regierungssysteme informiert. Das sind Gebiete, die uns alle betreffen. Viele Menschen interessieren sich leider auch nicht für Politik, weil es für sie in der Schule nie interessant genug gestaltet wurde. Jedoch kann eine solche Unaufgeklärtheit auch dazu führen, dass Bürger sich selbst nicht informieren, da sie sich einfach nicht für die Politik interessieren. Dadurch können sie leicht betrogen werden, wenn sie nicht aufgeklärt sind. Zwar haben sie die Mittel -Medien-, um sich zu informieren, tun dies aber nicht oder nur oberflächlich. Dies könnte wiederum dazu führen, dass sie sich auch für Wahlen nicht ausreichend informieren oder auch gar nicht wählen, weil sie keine Ahnung haben. Nicht jeder hat die Zeit sich jeden Tag über die Politik zu informieren, aber meiner Meinung nach ist es schon wichtig, sich regelmäßig aufklären zu lassen oder sich selbst aufzuklären, damit man einfach nicht für dumm verkauft wird.

Am besten ist es, wenn diese Aufklärung in der Schule beginnt. Deshalb wäre ich schon dafür die Schulbildung etwas zu erneuern. Wie seht ihr das? Welche Fächer oder Themen würdet ihr gerne den Stundenplänen hinzufügen und welche Fächer möglicherweise ersetzen?

Dienstag, 10. Oktober 2017

Unmenschlichkeit: Wegschauen statt Helfen

Fragt ihr euch manchmal auch, ob ihr in einer bestimmten Situation eingreifen oder lieber außen vor bleiben solltet? Ich denke so gut wie jeder von uns hat sich schon einmal in so einer Situation befunden. Solche Szenen spielen sich eigentlich immer in einem öffentlichen Raum ab, in dem sich noch einige andere Menschen befinden. Selbstverständlich lässt sich nicht jede Situation verallgemeinern, aber oftmals ensteht ein Muster mit denselben Zügen.

Dabei passiert etwas, was die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zieht, leider ist dies meistens eine Gefahr, die einen einzigen Menschen betrifft. Ein Beispiel, welches ich vor kurzem selbst erlebt habe, betraf einen verwirrten Mann, der mit sich selbst sprach, und dessen Hose herrunterrutschte. Nun lief dieser Mann bei kalten Wetter ohne Hose völlig hilflos in der Öffentlichkeit herum. Dieser Anblick war für die Menschen, die das sahen natürlich ekelhaft, aber andererseits für den Mann viel gravierender, da er vermutlich fror und sich selbst nicht zu helfen wusste oder es einfach nicht zu merken schien, wie weit ihm seine Hose herruntergerutscht war. Die meisten Menschen reagierten darauf, indem sie sich entweder angewidert wegdrehten, so als ob der Mann nicht existieren würde oder gafften einfach nur. Im ersten Moment schaute ich auch einige Zeit hin, weil ich einfach nicht fassen konnte, was da gerade passiert war. Andererseits fragte ich mich, was ich tuen konnte, um die Situation irgendwie besser zu gestalten. Währenddessen sah ich die Menschen, die nur gafften und wurde wütend. Wie konnte man da stehen und so etwas einfach zulassen? Dieser Mann war eine Art Attraktion für die Menschen, da sie den Blick von ihm nicht wenden konnten. In solchen Situationen spürt man wieder die Unfähigkeit zu handeln, die einen manchmal selbst überkommt. Mir ging es ja anfangs genauso, aber trotz aller Geschocktheit muss man versuchen, sich aus seiner Starre zu befreien und etwas Hilfreiches tun. Jedoch schaffen das leider nur wenige Menschen. Ein Freund und ich haben dann das Ordnungsamt angerufen, welches einige Zeit später aufgetaucht ist. Dieser Anruf hat vielleicht fünf Minuten gedauert und hat dem Mann definitiv geholfen. Hätten wir niemanden angerufen, wäre der Mann wahrscheinlich noch länger in der Kälte ohne Hose rumgelaufen und hätte sich garantiert eine Erkältung oder vielleicht noch etwas Schlimmeres eingefangen.

Daran sieht man wieder, dass viel zu viele Menschen entweder wegschauen oder nur schauen ohne zu handeln und das in Situationen, die eine Gefahr für eine Personen oder für Andere darstellen können. Diese Tatsache finde ich sehr erschreckend und traurig, da man ebenfalls Hilfe bekommen möchte, wenn es einem schlecht geht und man nicht mehr in der Lage dazu ist sich selbst zu helfen oder andere Menschen um Hilfe zu bitten. Ich rufe euch einfach dazu auf, bitte etwas Empathie zu zeigen, da dies sonst schon etwas von Unmenschlichkeit und Egoismus zeugt, hilflose Menschen links liegen zu lassen. Oft muss man auch keinen großen Aufwand betreiben, um anderen Menschen zu helfen und danach fühlt man sich auch toll, weil man eine Art Held für jemanden war. Jedoch kann ich auch verstehen, wenn manche Menschen bei einer körperlichen Auseinandersetzung oder bei Beleidigungen nicht eingreifen wollen, weil sie Angst haben, selbst Opfer zu werden. In einer solchen Situation könnte man möglicherweise aber auch die Polizei oder mehrere Menschen um Hilfe bitten, um nicht alleine eingreifen zu müssen. Wie ihr seht, gibt es einige Wege zu helfen, bitte nutzt diese, denn jeder kann Hilfe gebrauchen!

Sonntag, 24. September 2017

Über die Bundestagswahl und Politikverdrossenheit

Nach einer langen Zeit stehen mal wieder die Wahlen an, welche entscheiden werden, wer Deutschland die nächsten vier Jahre regieren wird. Am heutigen Tag sollte wirklich jeder, der das Wahlrecht hat, seine Stimme nutzen, da derjenige nur so mitbestimmen kann, wer seine Meinung einigermaßen vertritt. Durch das Nutzen des Wahlrechts können vorhandene Probleme, die uns stören, durch die gewählte(n) Partei(en) möglicherweise verbessert oder sogar gelöst werden.

Jedoch gehen leider nicht alle Menschen, die ein Wahlrecht besitzen aus diversen Gründen zur Wahl. Dazu zählen meistens die jüngeren Menschen, also die unter Dreißigjährigen, da sie sich schlicht und einfach nicht für Politik interessieren. Heutzutage kann man durch die sozialen Medien wie Facebook, Instagram & Co wählen, was man sehen will. Dabei interessieren sich die jüngeren Menschen weniger für Politk als zum Beispiel für Tutorials, Fitness, Mode etc.. Durch das mangelnde Interesse für Politik und Nachrichten kommt es zur Politikverdrossenheit. Das führt dazu, dass einige junge Menschen ihre Stimme nicht ausnutzen, obwohl das Wahlrecht eines unser wichtigsten Rechte ist, welches nicht selbstverständlich ist.

Jedoch haben viele junge Leute einfach andere Sachen außer Politik im Kopf. Ich sage nicht, dass wir uns eines ständigen Flusses politischer Nachrichten unterziehen sollen, aber durch ein wenig selbstständiges Informieren wird man aufgeklärt und nicht für dumm verkauft und dafür sind die Medien doch schließlich gedacht oder? Wenn man sich über die aktuelle Politik auch nicht informiert, fällt einem wahrscheinlich die Wahl der Parteien noch schwerer, da man nicht weiß, welche Probleme am dringensten in Angriff genommen werden müssen. Zudem lesen sich viele das Wahlprogramm nicht durch, weil ihnen der Inhalt zu breit und zu schwer verständlich ist. Dieses Argument kann ich teilweise unterschreiben, jedoch gibt es immer einige Seiten, auf denen das Wahlprogramm zusammengefasst, beziehungsweise verständlicher erklärt ist. Ein weiterer Grund, warum sich viele junge Menschen nicht für Politik interessieren lautet, dass sie sich einfach nicht von den Parteien angesprochen fühlen, da zum Beispiel oft die Rente thematisiert wird, die die Jungen augenscheinlich nicht anspricht und über Bildung viel weniger gesprochen wird, obwohl dies auch ein sehr wichtiges und zukunftsbringendes Thema ist. Dazu kommt, dass man in manchen Bundesländern das Fach Politik abwählen kann, obwohl das Fach sehr wichtig für die Allgemeinbildung ist. Das bedeutet, wenn ein Schüler sich schon in der Schule nicht für Politik interessiert, sei es durch die Darstellung des Lehrers oder aus anderen Gründen, wird es schwer werden, diesen Schüler in der Zukunft noch für Politik zu begeistern. Des Weiteren sehen junge Menschen einige Probleme noch nicht oder hinterfragen manche Sachen nicht genug, da es ihnen in dem Alter meistens gut geht und sie oft nicht an die Zukunft denken. Viele junge Wähler sind mit der Auswahl an Parteien so überfordert, dass sie oftmals ohne nachzudenken dieselbe Partei wie ihre Eltern wählen, ohne sich nochmal genau zu informieren oder sich eine eigene Meinung zu bilden.

Die Folge von Politikverdrossenheit der jungen Menschen kann sein, dass die älteren Menschen für die jüngeren Menschen entscheiden, wie zum Beispiel beim Brexit, wenn die Jungen, die weniger als die Alten sind, ihre Stimme nicht nutzen. Dadurch werden manchmal Entscheidungen gefällt, die über die Zukunft eines Landes entscheiden und zwar von den Leuten, die noch eine kürzere Lebenszeit als die jüngeren Menschen haben. Zudem hinterlassen die älteren Menschen den Jüngeren oft Probleme, die diese dann ausbaden müssen, obwohl sie dafür nichts können. So entstehen mit den Jahren immer mehr Probleme, um die sich gekümmert werden muss, die oft schwerwiegende Folgen wie zum Beispiel der Klimawandel, haben können.

Die Lösung gegen Politikverdrossenheit lautet meiner Meinung nach: Geht wählen und nutzt eure Stimme, so lange ihr sie noch habt. Außerdem sollten Parteien Politik für junge Menschen attraktiver und verständlicher gestalten, um die Wahlbeteiligung wieder zu erhöhen. Die Eltern und Lehrer können den Kindern ebenfalls mehr Spaß an Politik bereiten, indem sie mit ihnen über politische Probleme diskutieren und ihnen beibringen, mehr zu hinterfragen. Auch die sozialen Medien könnten mehr Werbung für Parteien machen, anstatt für materielle Dinge. Wenn jeder sich ein bisschen über das aktuelle Tagesgeschehen informiert und wählen geht, kann man der Politikverdrossenheit mit Sicherheit entgegen wirken.

Mittwoch, 13. September 2017

Wer definiert uns?


Manchmal frage ich mich, wer oder was uns definiert und eigentlich müsste die Antwort lauten: Wir definieren uns selbst. Doch leider ist das nicht immer so einfach, obwohl es unser menschliches Recht ist. Oftmals soll man sich selbst beschreiben oder seine Stärken und Schwächen auflisten, was einen dann erstmal ins Grübeln versetzt. Diese ganzen Fragen: Wer bin ich, was macht mich aus oder was will ich, sind meistens nicht leicht zu beantworten, auch wenn wir uns nach einigen Jahren schon gut kennen sollten. Jedoch fühlt man sich gelegentlich in dieser Welt mit den vielen Möglichkeiten, Leistungsansprüchen und eigenen Wünschen verloren. Hinzu kommen die Vergleiche mit anderen Menschen, die man entweder selbst herstellt oder die einem durch soziale Medien etc. vor Augen geführt und im Unterbewusstsein gespeichert werden.
Das beweist, dass uns die Gesellschaft unser Recht uns selbst zu definieren, sehr oft abnimmt, weil wir es uns gefallen lassen und mit der Masse schwimmen wollen. Möglicherweise merken wir auch manchmal nicht, wie sehr uns andere schon definieren oder wir uns über sie definieren. Zunächst spielt da die Erziehung und das persönliche Umfeld eine Rolle. Wenn jemand nämlich vorgelebt bekommt, in welche Rolle er schlüpfen soll, wird er sich, vor allem in seinen jungen Jahren erstmal daran orientieren, bevor er sein eigenes Ich finden wird. Das heißt aber nicht, dass er sich sein Leben lang nicht verändern wird, denn das tun wir alle. Jedoch werden höchstwahrscheinlich einige Leitsätze einer strengen Erziehung einem immer im Kopf bleiben. Das bedeutet, wenn ein Mensch zum Beispiel nach den früher traditionellen Rollenbildern erzogen wird, also dass die Frau sich um den Haushalt und die Erziehung der Kinder kümmert und der Mann das Geld verdient, so wird dieser Mensch eher jemanden verurteilen, der nicht nach diesem Konzept lebt, einfach, weil das für ihn unnormal ist. Heutzutage haben sich diese Rollenbilder zum Glück etwas gewandelt, das heißt aber nicht, dass sie nicht mehr existieren. So kann es nun mal vorkommen, dass eine emanzipierte Frau gefragt wird, warum sie arbeitet, anstatt sich von einem Mann ernähren zu lassen. Daraufhin sollte die Frau ganz klar ihren Standpunkt vertreten, da sie ihr Leben von niemand anderem definieren lassen sollte, als von sich selbst.
Ein weiteres Beispiel ist der Schönheitswahn, den es vermutlich schon immer gab und welchen es wahrscheinlich immer geben wird. Durch ihn werden Menschen ebenfalls verurteilt, wenn sie den bestimmten Schönheitsidealen nicht entsprechen. Der Körper wird nur noch als Projektionsfläche gesehen, welche es ständig zu verbessern gilt, sei es durch Sport, hungern oder Schönheits-OPs. Wenn dieser Schönheitswahn ausartet, ist den meisten Menschen bewusst, dass das krank ist. Leider aber auch nicht allen, weil sie von dem Gesellschaftsdruck, den sie sich machen oder der auf ihnen lastet, zu sehr gefesselt sind. Es ist, vor allem auch durch die sozialen Medien so leicht geworden, sich anzupassen. Man bekommt vorgelebt, was „cool“ ist, wie man sich zu verhalten hat und was man tragen soll. Außerdem gibt es im Internet zahlreiche Tipps, um noch fitter, schöner und beliebter zu werden. Ein Glück sind nicht alle Menschen so oberflächlich und hinterfragen die Gesellschaft, die so perfekt erscheint, obwohl sie es eigentlich gar nicht ist. Aus diesen Gründen haben sich auch einige Menschen von den sozialen Netzwerken abgewendet, weil sie dadurch so sehr unter Druck gesetzt wurden, sodass ihr Selbstwertgefühl im Keller war.
Es war schon immer schwer und wird vermutlich immer so schwer bleiben, dass uns die Gesellschaft definieren will. Das liegt nämlich daran, dass jede Gesellschaft verschiedene Norme und Regeln hat, an die sich jeder halten sollte. Diese Werte und Ideale entwickeln sich mit der Zeit immer weiter, was dazu führt, dass sich die Menschen zwar verändern werden, sich aber trotzdem auch an dem was die Gesellschaft will, weiter orientieren werden. Meiner Meinung nach wird das einfach immer so sein. Nun sollten wir uns in unserer Generation, die so vielfältig geworden ist uns endlich trauen, uns selbst zu definieren und uns nicht von anderen Menschen oder sozialen Medien definieren zu lassen. Das ist doch das, was uns Menschen ausmacht, unsere Art anders zu sein. Wenn jeder gleich wäre, wäre es doch so langweilig. Doch zuallererst sollten wir uns bewusst sein, wer wir sind. Wie können wir das herausfinden? Am Besten beobachtet man sich selbst, auch wenn sich das gruselig anhört. Man fragt sich, was einem Spaß macht und was einen eher traurig macht. Ich denke, das schafft jeder. Mit der Zeit können wir versuchen unser Verhalten zu analysieren und uns möglicherweise auch fragen, wieso wir uns in bestimmten Situationen oder gegenüber bestimmten Menschen anders verhalten, als in anderen Situationen. Wenn wir nun einigermaßen wissen wer wir sind und was uns bewegt, sollten wir versuchen uns zu akzeptieren, auch wenn das in einer Gesellschaft, die einen ständigen Druck auf uns ausübt, nicht immer leicht ist. Doch wenn man gefragt werden sollte, wieso man sich anders verhält, als andere Menschen oder anders aussieht, als es dem Schönheitsideal entspricht, sollte man niemals gekränkt sein und sich selbst nicht hinterfragen. Denn nur wir haben das Recht uns selbst zu definieren und niemand anderes sonst. Trotz alledem bin ich froh, dass wir- abgesehen von den vielen Oberflächlichkeiten- in einer weiterentwickelten Welt leben, in der es immer mehr Toleranz und Offenheit für die Andersartigkeit, die wir Menschen in Fülle zu bieten haben, gibt. Ich finde, wir sollten diese Einstellung, dass es interessant und nicht komisch ist, anders zu sein, den anderen Menschen übermitteln, anstatt sich für ungewöhnliche Eigenarten zu verstecken. Was denkt ihr darüber?

Montag, 28. August 2017

Fürs Leben lernen wir

Jeder Mensch ist nicht perfekt. Fehler passieren jeden Tag und das ist ganz normal. Diese Tatsache müssen wir uns eingestehen, egal wie perfekt andere Menschen oder Dinge auch auf uns wirken. Eigentlich sollten wir mit der Einstellung erzogen werden, dass man Fehler machen darf und aus ihnen auch am besten lernt, jedoch wird Kindern, vor allem in der Schule oft beigebracht, dass Fehler etwas Schlechtes sind. Hinzu kommen die Noten, welche die Leistungen der Kinder bewerten, wodurch der Druck auf die Kinder enorm anwächst. Dadurch werden einige Kinder zu kleinen Perfektionisten getrimmt, die in einem ständigen Wettbewerb zu sich selbst und anderen Kindern stehen. Das kann negative Folgen haben, denn wenn man Kindern beibringt, dass sie keine Fehler machen dürfen, sie aber trotzdem irgendwann in ihrem Leben Fehler begehen werden, wird sie das zerstören und sie werden sich dafür möglicherweise bestrafen.
Damit es gar nicht so weit kommt, sollte man Kindern von Anfang an beibringen, dass Fehler menschlich sind und zum Leben dazu gehören, schließlich sind wir keine Maschinen und selbst diese sind nicht immer perfekt. Im Gegensatz zu Maschinen haben wir auch Gefühle und steigern uns leider öfters mal in Misserfolge hinein, obwohl das Problem vielleicht viel kleiner ist, als man denkt. Trotzalledem wird man wahrscheinlich durch eine Portion Lebenserfahrung merken, wie sehr einen die Fehler stärken. Vielleicht vergisst man die Fehler auch nicht so schnell, weswegen man am Besten aus ihnen lernt. Wenn eine Person nämlich nach einiger Zeit wieder in dieselbe Situation gerät, in der sie einen Fehler begangen hat, wird sie sich daran erinnern und weiß, wie sie in dieser Situation richtig handeln kann, weil sie sie schon einmal erlebt hat.
Durch diese Erfahrung wird der Mensch viel gelassener, weil er weiß, wie er das Problem zu bewältigen hat. Falls einen eine Situation wieder einmal überfordern sollte, muss man am nun versuchen ruhig zu bleiben, nachzudenken und sich vor allem Mut zu sprechen. Damit meine ich Selbstvertrauen, dem eigenen Ich zu sagen, dass alles gut wird und der Moment, in dem man sich gerade schrecklich fühlt, vorbeigehen wird und man daraus lernen wird. Denn wir lernen für das Leben durch unsere eigenen Erfahrungen und Fehler. Diese Fehler bringen uns am meisten weiter, weil wir sie nicht vergessen können und wir es beim nächsten Mal besser machen wollen. Wenn dieser Wille zum Lernen vorhanden ist, hat man schonmal die Hälfte geschafft. Wir werden im Leben so viel lernen und damit meine ich, dass wir eher mehr aus Lebenserfahrungen lernen, als zum Beispiel in der Schule. Natürlich leben wir länger, als wir zur Schule oder zur Uni gehen, aber trotzdem lernen wir in diesen Lebensabschnitten auch sehr viel. Jedoch lernen wir viele nützliche Dinge, die man im Alltag gut gebrauchen könnte, nur durch uns selbst und da muss jeder durch, ob er will oder nicht, auch wenn dabei Fehler entstehen.
Zudem werden wir auch nicht über unsere Fehler definiert, sondern durch unsere Persönlichkeit und wie wir mit Fehlern umgehen und diese Art der Umgehensweise können wir immer verbessern, egal bei welchem Fehler. Dies zeigt, dass wir nie ausgelernt haben werden und wir uns immer wieder neuen Herausforderungen stellen müssen, welche wir mit einem guten Selbstvertrauen und einer Akzeptanz unseres Nichtperfektionisten meistern werden.

Dienstag, 22. August 2017

Wenn Fremde zu Freunden werden


Ich sehe die in letzter Zeit entstandenen Fotos von uns und lächle. Seit einiger Zeit treffen wir uns oft und schreiben auch regelmäßig. Dass wir so schnell gute Freunde werden könnten, die sich viel aus dem eigenen Leben anvertrauen, hätte ich nicht erwartet. Jedoch freut es mich, denn gute Freunde kann man nicht genug haben. Ich denke es fing alles damit an, dass du dich in einer schlechten Zeit befandest und du mir davon erzählt hast. Oft werden Fremde durch besondere Momente, die sie verbinden, zu guten Freunden. Bei uns war es deine dunkle Zeit, in der ich für dich da war und dir meine Zeit zum Reden anbat. Durch das Reden kamen wir auf Themen, durch die wir uns beide persönlich etwas besser kennenlernten. Mich hat es gefreut, dass du dich mir gegenüber so geöffnet hast und ich dir durch die schwere Zeit helfen konnte. Denn ich denke, jeder wünscht sich jemanden zum Reden, wenn es ihm schlecht geht und einfach nur jemanden, der einen ablenkt, damit man nicht immer nur an dasselbe Thema denkt. Und so schnell können aus Fremden Freunde werden, auch wenn man damit vorher vielleicht nicht gerechnet hätte. Wenn man sich anderen gegenüber öffnet und viel Zeit mit ihnen verbringt, werden unbekannte Menschen nach einer gewissen Zeit möglicherweise zu wichtigen Menschen im eigenen Leben, die man nicht mehr missen möchte. Diese Leute kann man gewissermaßen überall antreffen: in der Schule, am Arbeitsplatz oder auch auf der Straße. Zudem sind sie so wichtig für uns, da sich jeder Unterstützung wünscht und Menschen braucht, mit denen er schöne Momente erleben und die Zeit vergessen kann. Glücklicherweise bleiben einige dieser Menschen viele Jahre im eigenen Leben, sodass man zu ihnen eine feste Bindung aufbauen kann, die sich oftmals mit den Jahren verstärkt. Diese Menschen sollte man auch immer wertschätzen und ihnen einen Teil der eigenen Zeit schenken, weil man meistens unvergessliche Momente und gute Freunde dafür erhält. Und was gibt es schon Wichtigeres im Leben, als Menschen, die immer für einen da sind?